Der seit 1970 bestehende Staatsschuldenausschuss wurde Anfang November 2013 durch das Bundesgesetz über die Errichtung des Fiskalrates (BGBl. I Nr. 149/2013) in den „Fiskalrat“ umgewandelt. Damit wurde dem Rechtsrahmen der EU (u. a. EU VO Nr. 473/2013, Art. 2, 4, 5; „Twopack“) entsprochen und dem Staatsschuldenausschuss – zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben – die Überwachung der Einhaltung der nationalen Fiskalregeln übertragen.

Der Fiskalrat der Republik Österreichs ist ein unabhängiges Gremium, das sich aus 15 weisungsfreien ExpertInnen (Mitgliedern) im Bereich des Finanz- und Budgetwesens zusammensetzt. Sie werden von der Bundesregierung, der Wirtschafts- und Bundesarbeitskammer, dem Österreichischen Städte- und Gemeindebund und der Landeshauptleutekonferenz für die Dauer von sechs Jahren in den Ausschuss entsendet. Der Fiskalrat kann weitere Fachleute beiziehen. Zum Aufgabengebiet des Fiskalrates zählen u. a. die Einschätzung zur finanzpolitischen Lage mit Vorschau, die Überwachung der gesamtstaatlichen EU- Fiskalregeln sowie der föderalen nationalen Fiskalregeln, Analysen zur Verschuldung  der öffentlichen Haushalte und deren Nachhaltigkeit, Abgabe schriftlicher Empfehlungen, etc. 

Das Büro des Fiskalrates ist bei der Oesterreichischen Nationalbank angesiedelt.